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Unternehmen & Industrie · 03. September 2026 · 09:01 Uhr · KI-recherchiert · redaktionell geprüft

Kritik an neuen Durchfahrtsbeschränkungen für Lastwagen

Die Logistikbranche in Sachsen-Anhalt fordert die sofortige Aufhebung neuer Ausweichverbote für Lastwagen entlang der A2 im Landkreis Börde.

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Eine malerische Luftaufnahme, die eine Straße zeigt, die durch Felder und Wald in Königslutter, Deutschland führt.
Bild: Robin Heidrich · Pexels License

In der Region sorgt eine neue Verkehrsregelung für erhebliche Spannungen zwischen den Interessen der Transportwirtschaft und dem kommunalen Bevölkerungsschutz. Seit September gilt im Landkreis Börde ein Durchfahrtsverbot für Lastkraftwagen mit einem zulässigen Gesamtgewicht von mehr als 7,5 Tonnen auf bestimmten Landes- und Kreisstraßen. Die Maßnahme betrifft unter anderem die Autobahnanschlussstellen Alleringersleben, Eilsleben, Bornstedt, Irxleben sowie Magdeburg-Kannenstieg und Ebendorf.

Das zuständige Infrastrukturministerium begründet den Schritt mit anhaltenden Bauarbeiten zwischen Bornstedt und Alleringersleben, die regelmäßig zu Staus führen. In den vergangenen Monaten wichen zahlreiche Lastwagen auf umliegende Ortschaften aus. Nach Angaben des Landkreises führten diese Verlagerungen zu massiven Belastungen durch Lärm und Abgase, erhöhten Gefahren für den Fußgänger- und Radverkehr, Behinderungen von Rettungsdiensten sowie zu Straßenschäden. Auf dem betroffenen Autobahnabschnitt passieren täglich rund 74.500 Fahrzeuge, wobei der Lkw-Anteil bei etwa 30 Prozent liegt.

Der Landesverband des Verkehrsgewerbes Sachsen-Anhalt übt scharfe Kritik an den Beschränkungen und fordert deren umgehende Rücknahme. Aus Sicht des Verbandes verschärft die Regelung bestehende Probleme, anstatt sie zu lösen. Kritisiert wird insbesondere, dass Lastwagen während Autobahnstaus auf der Strecke festgehalten werden, obwohl gleichzeitig ein Mangel an Stellplätzen herrscht. Dies erschwere die Einhaltung gesetzlicher Lenk- und Ruhezeiten und gefährde die Versorgung von Industrie und Handel. Zudem warnt die Branche vor Einschränkungen bei der Erreichbarkeit von Werkstätten und Tankstellen sowie negativen Folgen für die Verkehrssicherheit.

Die Befristung der Durchfahrtsbeschränkungen ist offiziell bis zum Abschluss der Bauarbeiten Mitte Dezember angesetzt. Bis dahin dürfen betroffene Schwertransporte bei Verkehrsstörungen ausschließlich offizielle Umleitungsstrecken nutzen.

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