Gastgewerbe in Sachsen-Anhalt fordert politische Verlässlichkeit
Der DEHOGA schlägt Alarm: Nach der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt belasten politische Unsicherheiten die heimische Tourismusbranche schwer.
Das sachsen-anhaltische Gastgewerbe sieht sich im September 2026 mit spürbaren wirtschaftlichen Herausforderungen konfrontiert. Nach dem Wahlerfolg der AfD als stärkste Kraft bei der Landtagswahl reagieren zahlreiche potenzielle Gäste verunsichert. Der Hotel- und Gaststättenverband DEHOGA berichtete im September 2026 von einer steigenden Zahl an Anfragen reisewilliger Personen, die ihren Aufenthalt in der Region aufgrund von Vorbehalten gegen die politische Situation absagen. Für Hotels und Restaurants im Saalekreis und im gesamten Bundesland bedeutet diese Entwicklung eine zusätzliche Belastung, da die Betriebe ohnehin unter erhöhten Betriebskosten und anhaltenden Personalengpässen leiden.
Besonderes Augenmerk richtet der Branchenverband auf die Verfügbarkeit von Arbeits- und Fachkräften. Da die Gastronomie und Hotellerie auf internationale Offenheit und Vielfalt angewiesen sind, warnt die Interessenvertretung vor den Folgen einer unzureichenden Zuwanderungspolitik. Ohne qualifiziertes Personal droht nach Einschätzung des Verbandes eine landesweite Welle von Betriebsschließungen.
Zur Sicherung des Wirtschaftsstandortes fordert der DEHOGA von der politischen Führung des Landes und den demokratischen Gremien verlässliche Rahmenbedingungen sowie einen kontinuierlichen Dialog auf Augenhöhe. Ein offener Austausch zwischen Politik und Wirtschaft gilt demnach als unverzichtbar, um das Vertrauen von Gästen und Investoren wiederherzustellen.